Vorprogrammierte Fehler lassen Schulungsauto leuchten (27.11.2014)

Hannover, 27.11.2014 - Elektromobilität ist Impulsgeber für neue Lern- und Lehrinhalte. Wer sich für ein Elektroauto interessiert, erwartet qualifizierte Beratung und im Nachgang auch fachkundigen Service vor Ort. Deshalb müssen Auszubildende den Marktbedürfnissen und den technischen Anforderungen entsprechend geschult werden. Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg fördert mit Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums im Schaufenster Elektromobilität die Entwicklung von neuen Lerninhalten und deren Umsetzung mit dem Projekt „ZieLE“.

ZieLE steht für zielgruppenspezifische Lehr- und Lerninfrastruktur für die Elektromobilität an Berufsschulen. Im Beisein von Ministerin Frauke Heiligenstadt hat VW heute einen umgebauten e-up! als Lernauto für Berufsschulen  an der BBS 6 übergeben. Das Besondere an dem Auto: Mögliche Fehlerquellen, die den e-up! im Alltag lahmlegen könnten, sind in einer Software-Box vorprogrammiert und lassen sich reproduzierbar wieder und wieder abrufen. So lassen sich Störungen jederzeit simulieren, diagnostizieren und beheben. Der Lernerfolg wird dann nicht nur am angeschlossenen Computer  sichtbar, sondern direkt am Auto visualisiert, in dem blaue LED-Leuchten an- beziehungsweise ausgehen.

„Elektromobilität ist ein sehr komplexes Thema, das viele Professionen überspannt. Der Servicetechniker muss sich mit der neuen Technik auskennen, der Autoverkäufer entsprechend geschult sein. Haustechniker installieren die notwendige Ladeinfrastruktur. Erst im Zusammenspiel aller Disziplinen ist der Erfolg der Elektromobilität am Markt möglich. Uns, aber auch mir persönlich liegt das am Herzen. Darum beteiligen wir uns an dem Schaufenster-Projekt der Metropolregion und setzen auf die gezielte Förderung der Auszubildenden“, sagte Heiligenstadt.

Im Projekt ZieLE wird eine modulare, zielgruppenspezifische und standardisierte Lern- und Lehrstruktur für die berufliche Aus- und Weiterbildung im Themenfeld „Elektromobilität“ entwickelt, erprobt und standardisiert. Getragen wird das Projekt von einem Konsortium aus Wirtschaft, Politik und den IHKs. Partner sind: das Heinz-Piest Institut für Handwerkstechnik, die Handwerkskammern „Hannover“, „Braunschweig-Lüneburg-Stade“ und „Hildesheim-Südniedersachsen“, das Kultusministerium mit vier Berufsbildenden Schulen in der Region Hannover, Wolfsburg und Braunschweig sowie die Volkswagen Group Academy von VW.

Der Lern-e-up! soll künftig auf Tournee zu den beteiligen Berufsschulen gehen, so dass alle Berufsschüler etwas davon haben. Die erste Station des Elektro-Cityflitzers ist die BBS 6 in Hannover am Goetheplatz.


Veröffentlicht im November 2014 unter:
www.metropolregion.de/pages/organisation___themen/projekte/schaufenster_emobilitaet/aktuelles/subpages/vorprogrammierte_fehler_lassen_schulungsauto_leuchten/index.html

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