Lernträger und Lernsituationen für die Elektromobilität (20.12.2014)

(Hannover) Im Rahmen des vom Heinz-Piest-Institut koordinierten Verbundprojekts „ZieLE - Zielgruppenorientierte Lehr- und Lerninfrastruktur für die Elektromobilität“ (siehe tibb news vom Dezember 2013) haben die Projektpartner in den vergangenen Monaten Lernkonzeptionen für die berufliche Aus- und Weiterbildung im Handwerk erarbeitet. Die Umrüstung von Elektrofahrzeugen für den Einsatz als Lernträger ist dabei eine wesentliche Aufgabe. In Zusammenarbeit mit der Volkswagen Group Academy wurde ein VW eUp! als Schulungsfahrzeug entwickelt und umgerüstet.

Lernträgerfahrzeug für das Kfz-Handwerk
Das Schulungsfahrzeug wurde am 27. November der Berufsbildenden Schule 6 der Region Hannover zur Erprobung übergeben. Im weiteren Projektverlauf wird das Fahrzeug an weiteren Berufsschulen sowie im Fortbildungsbereich der Bildungszentren der beteiligten Handwerkskammern zum Einsatz kommen.

Lernsituationen für das E-Handwerk
Damit zukünftige Generationen von Elektrofachkräften des Handwerks bereits während ihrer Ausbildung die Möglichkeit haben, sich im Themenfeld Elektromobilität zu qualifizieren, werden im Rahmen des Verbundprojekts „ZieLE“ außerdem Lernsituationen für die berufsschulische Ausbildung im Elektrohandwerk entwickelt. Ein Arbeitskreis – bestehend aus Berufsschullehrern, Ausbildern an Berufsbildungszentren und Firmenvertretern – unterstützt die Projektarbeit dabei im Rahmen von mehrtägigen Workshops. In einem ersten Workshop vom 14. – 16. Oktober, der im Zentrum Zukunft in Emstek durchgeführt wurde, informierten sich die Teilnehmer über das Themenfeld Elektromobilität und identifizierten damit in Zusammenhang stehende berufliche Handlungssituationen für Auszubildende des Elektrohandwerks.

Auf der Basis der Rahmenlehrpläne wurden dann verschiedene Lernsituationen für den Berufsschulunterricht formuliert. Zur konkreten Ausgestaltung der Lernsituationen werden in den nächsten Monaten Lehr- und Lernmaterialien erarbeitet. Die Fertigstellung der Lernsituationen sowie der Entwurf eines Evaluationskonzepts erfolgt im Rahmen des zweiten Workshops, der im Februar 2015 stattfinden wird.

Markus Klemmt, Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover

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