Niedersächsisches Kultusministerium

Arbeitspaket 1: Qualifizierungskonzept für Lehrkräfte: "Fachkundiger/Fachkundige für Arbeiten an hochvolteigensicheren Fahrzeugen/Systemen"

ln diesem Arbeitspaket geht es darum, ein Qualifizierungsmodul einschließlich einer Lehr- und Lerninfrastruktur zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren, um Lehrkräfte der berufsbildenden Schulen, die in fahrzeugtechnischen Berufen unterrichten, im Bereich der Elektromobilität zu qualifizieren. Der Umgang mit hochvolteigensicheren Fahrzeugen/Lehrmodellsystemen wird umfassend vermittelt und die Anforderungen des Gemeinde-Unfallversicherungsverbands mit den IST­ Qualifikationen der Lehrkräfte abgeglichen, so dass ein klares Anforderungsprofil geschaffen wird, das insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Unfallverhütung bestehenden kann.
 

Arbeitspaket 2: "Entwicklung, Erprobung und Evaluierung von curricularen Konzeptionen zum Kompetenzaufbau im Bereich Elektromobilität für Schülerinnen und Schüler in den dualen fahrzeugtechnischen und kaufmännischen Berufen (Automobilkaufleute)"

ln diesem Arbeitspaket erfolgt die Entwicklung von prozess-und handlungsorientierten Konzeptionen, die als eigenständige Lernsituationen zur Elektromobilität in die Curricula der beruflichen Erstausbildung der fahrzeugtechnischen und kaufmännischen Berufe (Automobilkaufmann/Automobilkauffrau)  eingehen. Ziel ist die Erlangung einer umfassenden beruflichen Handlungskompetenz, mit der die Auszubildenden den neuen betrieblichen Anforderungen gerecht werden können. Für den Beruf Kfz­ Mechatroniker/Mechatronikerin stellt die Konzeption sicher, dass die Anforderungen an einen "Fach-kundigen/eine Fachkundige für Arbeiten an hochvolteigensicheren Fahrzeugen" und eine "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeit" in der beruflichen Erstausbildung im Schwerpunkt (System- und Hochvolttechnik) erfüllt werden. Durch die Notwendigkeit der konsequenten Umsetzung der didaktischen Vorgaben erfolgt hier ebenfalls die notwendige und noch zu entwickelnde Schulungsinfrastruktur (Fahrzeuge, Lernträger/-systeme, Labore, ...).
 

Arbeitspaket 3: Konzeptionierung und Erprobung von Fortbildungsveranstaltungen  zur Qualifizierung von Lehrkräften aus berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen, Gemeinsame Entwicklung und Erprobung von Unterrichtskonzeptionen für die allgemeinbildenden Schulen mit Hilfe eines fahrbaren Labors.

ln diesem Arbeitspaket geht es um die Entwicklung, Erprobung, Evaluation von handlungsorientierten curricularen Konzeptionen zur Elektromobilität an Haupt-, Real- und Oberschulen und dem Aufbau eines fahrenden Labors. Dabei können Entwicklungen des Arbeitspaketes 2 integriert verwendet werden. Es wird angestrebt in Tandem-Teams zu arbeiten, die sich aus Berufsschullehrerinnen/-lehrern und Lehrkräften aus allgemeinbildenden Schulen zusammensetzen.

Als interessanter Ansatzpunkt kann hier das Profilfach Technik an niedersächsischen Realschulen gesehen werden. ln diesem Profilfach soll "das in den vorhergehenden Jahrgängen geweckte Technikinteresse von Schülerinnen und Schülern gefördert und vertieft sowie Perspektiven für eine berufliche Zukunft aufgezeigt werden. Das Profil Technik bereitet besonders auf den Übergang in berufliche Bildungsgänge des gewerblich technischen Bereichs vor. Dabei werden sowohl die Anforderungen der dualen Ausbildungsberufe als auch die der Fachoberschulen und beruflichen Gymnasien berücksichtigt. Außerdem sollen in diesem Zusammenhang Unterrichtsmaterialien unter Einbeziehung multimedialer Systeme erstellt werden, die insbesondere Ansätze für das "Selbstlernen" unterstützen.