Niedersächsisches Kultusministerium

Das Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg in Niedersachsen setzt auf Projekte, die die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität vom Fahrzeug, über Energie und Infrastruktur bis hin zum Verkehrssystem umfassen. Elektromobilität ist weit mehr als der Austausch eines Verbrennungsmotors durch einen Elektromotor. Vielmehr sollen ebenso die Förderung intermodaler Verkehrskonzepte und die Entwicklung neuer Leihsysteme einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Verkehrspolitik leisten. Wird der Fahrstrom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt, bewegen sich Elektrofahrzeuge nahe an der Null-Emissions-Marke für klimaschädliche Stoffe. Elektrofahrzeuge sorgen für die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und vermindern die Lärmbelastung.

Diese Gründe bedingen, bezogen auf die allgemeine und berufliche Bildung, dass deutsche Ausbildungs- und Qualifizierungskonzepte für Lehrkräfte angepasst werden müssen. Ob Deutschland Technologieführer im Bereich Elektromobilität werden kann, hängt dabei maßgeblich vom Know-how der Facharbeiter und Gesellen in den Betrieben und Werkstätten ab. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Bildungsgänge und Berufsprofile insbesondere in den Bereichen der Fahrzeugtechnik und der Elektrotechnik an die Qualitätsanforderungen der Elektromobilität angeglichen werden.

Um diese Anpassung zu leisten, beteiligt sich das niedersächsische Kultusministerium mit folgenden berufsbildenden Schulen (BBS 6 der Region Hannover, BBS Burgdorf, Heinrich-Büssing-Schule Braunschweig und BBS 2 Wolfsburg) im niedersächsischen Schaufensterprojekt ZieLE (Zielgruppenorientierte Lehr- und Lerninfrastruktur für die Elektromobilität). Im Rahmen des Verbundprojektes ZieLE entwickeln und erproben die Projektpartner eine modulare und standardisierte Lehr- und Lerninfrastruktur für die berufliche Aus- und Weiterbildung im Themenfeld Elektromobilität. Außerdem werden branchenübergreifende und interdisziplinäre Aspekte der beruflichen Bildung ebenso berücksichtigt wie Schnittstellen zur allgemeinen und akademischen Bildung. Zu den Projektpartnern gehören das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover, die Handwerkskammern Braunschweig-Lüneburg-Stade, Hannover, Hildesheim-Südniedersachsen und die Volkswagen AG. Zentrales, verbindendes Element für die verschiedenen Bildungsbereiche ist ein e-up! der Volkswagen AG, der zu einem Lehr- und Lernträger umgerüstet wurde.