Qualifizierungsprojekt „ZieLE“ gestartet (12.09.2013)

Unter der Konsortialführung des HPI (verantwortlich Herr Diplom Ingenieur Manfred Wiemer) hat der „Interessenverbund berufliche Aus- und Weiterbildung eMobilität“ im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität „Unsere Pferdestärken werden elektrisch“ in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg erfolgreich das Qualifizierungsprojekt „ZieLE“ gestartet.

In dem Projekt „ZieLE – Zielgruppenorientierte Lehr- und Lernträger für die Elektromobilität“ wird vom Konsortium eine modulare, zielgruppenorientierte und standardisierte Lehr- und Lerninfrastruktur für die berufliche Aus- und Weiterbildung im Themenfeld "Elektromobilität" entwickelt und erprobt. Dabei sollen branchenübergreifende interdisziplinäre Aspekte der beruflichen Bildung ebenso berücksichtigt werden, wie die Schnittstellen zur akademischen Bildung. Dem Konsortium gehören neben dem HPI die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in der Metropolregion Hannover, Hildesheim-Südniedersachsen, Braunschweig-Lüneburg-Stade, das Niedersächsische Kultusministerium mit den vier Berufsschulen BBS Braunschweig, BBS Burgdorf, BBS6 Hannover und BBS Wolfsburg sowie der assoziierte Partner Volkswagen Group Academy der Volkswagen AG an.

Als zentrales, verbindendes Element werden zwei Schulungsfahrzeuge zu Lehr- und Lernträgern mit der zugehörigen Laborausstattung sowie einem Trailer entwickelt. Der Projektpartner Volkswagen Group Academy ist für die technische Umsetzung der mit den Projektpartnern erarbeiteten Vorgaben verantwortlich. Unter der Federführung des HPI erstellen die Projektpartner die erforderlichen Pflichtenhefte für die Umrüstung von zwei Serien-Elektrofahrzeugen. Dabei bringt jeder Projektpartner die für seinen Qualifizierungsbereich benötigten Anforderungen ein. So ergibt sich über die gesamte Qualifizierungskette die Möglichkeit, Lehr-, Lern- und Ausbildungssituationen zu entwickeln, denen eine gemeinsame Lehr- und Lernträgerkonzeption zugrunde liegt.

Zukünftig können dann, basierend auf der erprobten Lehr- und Lernträgerkonzeption, die Techniklehrer der allgemeinbildenden Schulen fortgebildet werden. Ein entsprechendes Konzept wird gemeinsam in den Teilprojekten vom Kultusministerium und dem HPI entwickelt. Die qualifizierten Techniklehrer sollen dann nach Projektende im Technikunterricht als Tandem mit einem Berufsschullehrer an den Lehr- und Lernträgern Kompetenzen rund um die Themen „Energiewende“ und „Elektromobilität“ vermitteln.

An derselben Lehr- und Lernträgerkonzeption werden entsprechend vorgebildete Schüler in der anschließenden dualen Berufsausbildung, z. B. zum KFZ-Mechatroniker, sowohl in der Berufsschule als auch in der überbetrieblichen Ausbildung, ausgebildet. So entsteht ein hoher Wiedererkennungsgrad. Die erforderlichen Konzepte werden vom Kultusministerium für die Kfz-Mechatroniker und die Automobilkaufleute und vom HPI für die Elektrotechniker entwickelt.

Auch der Weiterbildung und der Techniker- und Meisterausbildung wird das gemeinsam entwickelte Lehr- und Lernträgerkonzept zugrunde liegen. Die entsprechenden Lehr- und Lernsituationen werden von den Teilprojekten der Handwerkskammern entwickelt. Dazu werden die Handwerkskammern die Zielgruppen Techniker und Kaufleute im Kraftfahrzeug- und Zweiradhandwerk und Elektrohandwerk ansprechen.

Das Projekt wird während der Laufzeit bis zum 31.01.2016 im Rahmen der Initiative der Bundesregierung „Schaufenster Elektromobilität“ aus Mitteln des BMBF mit knapp 2,3. Mio. Euro (Projektvolumen insgesamt 2.845.838 €) gefördert.

Ansprechpartner:
Manfred Wiemer
Tel.: 0511 7015536
E-Mail: wiemer(at)hpi-hannover.de   

Quelle: www.dhi.zdh.de/index.php
Autoren: Markus Klemmt, Manfred Wiemer
Datum: 12.09.2013

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